Die Oberösterreicherin.Dinrdl.Kleid
Die Oberösterreicherin.Dirndl.Kleid
von Selina Huss
Das Design des Dirndls orientiert sich an den vier Vierteln Oberösterreichs und versucht diese Innerhalb der Farbauswahl zu vereinen.
Jede Farbe trägt den Namen eines Viertels und spiegelt dessen Seele wider.
Mostleiten
Ein tiefes, warmes Rot, welches abgeleitet von dem Ursprünglichen Oberösterreich Dirndl ist, erinnert an den Herbst über den Hügeln des Innviertels. Es erzählt von alten Obstbäumen, sonnigen Mostgärten und der Fülle dieses Teil des Landes.
Traunsee Dämmerung
Ein klares Dunkelblau, das so ausgewählt wurde, dass diese Farbe auch gut zu dem Oberösterreicher Anzug passt. Sie erinnert an den anmutigen Traunsee, wenn die Sonne nach einem langen Tag langsam hinter den Bergen versinkt und die Dämmerung über die Region Einzug hält. Elegant und ruhig, wie ein Abend am Wasser.
Mühlviertler Leinen
Ein wichtiges Zentrum für Leinenweberei lag im oberen Mühlvierten. Die Farbe bringt ein Strahlen in die Farbkomposition. Sie ist ein helles Naturweiß, inspiriert vom alten Leinenhandwerk. Es steht für die Schlichtheit, Beständigkeit und die ehrliche Schönheit des Bundeslandes.
Hausrucker Nacht
Ein Blau-Schwarz gemischt mit einem Hauch von Schotter und Schlier. Die Farbe symbolisiert die fruchtbare Region am Bergrücken des Hausruck. Es trägt die Ruhe der sanften Hügellandschaft, Wäldern und die Stärke der Erde in sich.
Details des Dirndls
Wiener Naht mit Passepoilschnur | Schößchen in Kellerfalten | Zipp in der Seitennaht | Herzausschnitt mit Einsatz | Rock in Kellerfalten | Rocklänge übers Knie ist aber auch individuell anpassbar | Vordere Mitte Naht | Rückenmitte im Bug | Arm- und Halsausschnitt mit Passepoilschnur verstürzt | Herz-Ausschnitt mit Herzrüschen | Handbestickte Schürze mit Satinband | Halstuch mit Enzian Muster für den Alltag
Schwalbenwurz-Enzian als Symbol
Als geschützte Alpenpflanze steht er für die Vielfalt unserer heimischen Natur. Er spiegelt jene Werte wider, die auch das oberösterreichische Dirndl prägen, sorgfältiges Handwerk, Verbundenheit mit der Natur und eine schlichte, zeitlose Eleganz.
Das Enzianmotiv im Stoff greift diese Haltung auf. Ein Ausdruck von Würdigung an die Landschaft, das Handwerk und an leise Schönheit.
Das Muster des Dirndlstoffes entstand in liebevoller Handarbeit. Mit feinen Pinselstrichen und Künstler-Acrylfarben wurde Schicht für Schicht aufgetragen. Jede Linie und jede Nuance wurde mit Hingabe gemalt, um die Tiefe und Lebendigkeit des Enzians einzufangen und dem Stoff jene Seele zu verleihen, die nur Handwerk erschaffen kann.
Foto © OÖGLK/Michael Maritsch, Edit © Selina Huss
Das Halstüchlein zum Dirndl

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Die Oberösterreicherin.Dirndl.Kleid
Die Entwicklung der oberösterreichischen Frauentracht
Kuratiert von Thekla Weissengruber
Das Jahr der Pferde
Die Kunstuniversität Linz lädt zur Ausstellung im splace.
20. Jänner bis 27. Februar 2026
Das Jahr der Pferde ist kein Thema, sondern ein Impuls. Eine Setzung ohne Vorgabe, ein Bild ohne Leseart. Er darf wörtlich genommen werden – oder auch nicht.
Das Jahr der Pferde fungiert als abstrakter Aufruf: Energie, Rhythmus, Wiederholung, Beschleunigung, Stillstand, Körper, Arbeit, Bild, Überschreibung.
In einer zeitgenössischen Assemblage von aktuellen Positionen wird die Intensität und die Lebendigkeit der Kunst spürbar und springt auf die Besucher*innen über wie ein galoppierendes Pferd.
Der Raum darf besetzt, verschoben, getestet oder verweigert werden.
Fotos © Jürgen Grünwald
Das Jahr der Pferde ist kein Thema, sondern ein Impuls. Eine Setzung ohne Vorgabe, ein Bild ohne Leseart. Er darf wörtlich genommen werden – oder auch nicht.
Das Jahr der Pferde fungiert als abstrakter Aufruf: Energie, Rhythmus, Wiederholung, Beschleunigung, Stillstand, Körper, Arbeit, Bild, Überschreibung.
In einer zeitgenössischen Assemblage von aktuellen Positionen wird die Intensität und die Lebendigkeit der Kunst spürbar und springt auf die Besucher*innen über wie ein galoppierendes Pferd.
Der Raum darf besetzt, verschoben, getestet oder verweigert werden.
Fotos © Jürgen Grünwald
Das Jahr der Pferde ist kein Thema, sondern ein Impuls. Eine Setzung ohne Vorgabe, ein Bild ohne Leseart. Er darf wörtlich genommen werden – oder auch nicht.
Das Jahr der Pferde fungiert als abstrakter Aufruf: Energie, Rhythmus, Wiederholung, Beschleunigung, Stillstand, Körper, Arbeit, Bild, Überschreibung.
In einer zeitgenössischen Assemblage von aktuellen Positionen wird die Intensität und die Lebendigkeit der Kunst spürbar und springt auf die Besucher*innen über wie ein galoppierendes Pferd.
Der Raum darf besetzt, verschoben, getestet oder verweigert werden.
Fotos © Jürgen Grünwald
Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
KEYWORDS: ASS, Masking, Camouflaging, Falschdiagnose, Pferd, Gender Bias, Gesellschaft, Neurodivergenz, Textil
Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
KEYWORDS: ASS, Masking, Camouflaging, Falschdiagnose, Pferd, Gender Bias, Gesellschaft, Neurodivergenz, Textil
Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
KEYWORDS: ASS, Masking, Camouflaging, Falschdiagnose, Pferd, Gender Bias, Gesellschaft, Neurodivergenz, Textil
Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
KEYWORDS: ASS, Masking, Camouflaging, Falschdiagnose, Pferd, Gender Bias, Gesellschaft, Neurodivergenz, Textil
Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
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Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
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Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
KEYWORDS: ASS, Masking, Camouflaging, Falschdiagnose, Pferd, Gender Bias, Gesellschaft, Neurodivergenz, Textil
Don’t Kill the Dead Horse – lächelnde Pferde lahmen auch
KEYWORDS: ASS, Masking, Camouflaging, Falschdiagnose, Pferd, Gender Bias, Gesellschaft, Neurodivergenz, Textil
Ich habe mich darin mit der späten Diagnose von Autismus bei weiblich gelesenen Personen beschäftigt und wie textile Kunst helfen kann, dieses Thema sichtbar zu machen.
Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Autismus bei Mädchen und Frauen oft übersehen wird. Ein wesentlicher Grund dafür ist das sogenannte Masking bzw. Camouflaging: Strategien, mit denen Betroffene ihre Schwierigkeiten verbergen und sich an gesellschaftliche Erwartungen anpassen.
Sie lernen früh, Blickkontakt zu erzwingen, andere zu imitieren oder eine Rolle in der Gesellschaft anzunehmen.
Dadurch erscheinen sie nach außen angepasst – und fallen durch das Raster der klassischen Diagnostik, die meist an männlichen Verhaltensmustern orientiert ist.
Warum also das Pferd?
Zum einen, weil Pferde kulturell stark mit Weiblichkeit und Kindheit verbunden sind.
Zum anderen, weil Sprache voller Pferde-Metaphern steckt, die oft von Kontrolle, Leistung oder Fehlern handeln.
Redewendungen wie:
„ein totes Pferd reiten“, „sich vergaloppieren“ oder
„das Pferd von hinten aufzäumen“. Diese doppelte Symbolik wurde in der Arbeit aufgegriffen.
Besonders wichtig war mir die Übertragung in eine textile Form. Dafür habe ich ein Pferdeskelett als Stickerei und als Kuscheltier aus transparentem Organza umgesetzt.
Das Skelett steht für das Unsichtbare, das erst sichtbar gemacht werden muss. Der Organza, verweist auf die Fragilität verdeckter Strukturen.
Das Kuscheltier wiederum erinnert an Kindheit, Nähe und Geborgenheit und damit an die Lebensphase, in der autistische Merkmale zwar schon da sind, aber oft missverstanden bzw. übersehen werden.
Die Präsentation meiner Arbeit folgt dem Prinzip „Practice as Research“ also Forschung durch Praxis. So wollte ich sichtbar machen, dass Forschung nicht geradlinig verläuft, sondern von Umwegen und neuen Anfängen lebt, genauso wie Diagnoseprozesse bei Autismus.
Ein zentrales theoretisches Bild ist dabei die sogenannte Dead-Horse-Theory. Sie stammt ursprünglich aus dem Management. Wer ein totes Pferd reitet, kommt nicht weiter egal wie sehr man es antreibt.
Übertragen auf die Diagnostik bedeutet das: Solange Fachkräfte an alten stereotypischen Vorstellungen festhalten, übersehen sie viele Fälle. Statt das tote Pferd weiterzureiten, braucht es neue Perspektiven und eine Diagnostik, die geschlechtliche Unterschiede berücksichtigt.
Meine Arbeit zeigt damit aber auch Grenzen: Sie konzentriert sich auf weiblich gelesene Personen, lässt aber nicht-binäre und trans Personen außen vor.
Am Ende verstehe ich meine Arbeit weniger als fertige Antwort, sondern als Impulsgebung. Das Skelett des Pferdes, steht für Strukturen, die im Verborgenen liegen. Es macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: die späten Diagnosen, das Masking, die Unsicherheit und die verletzliche, aber auch starke Position vieler Frauen am Autismus-Spektrum.
Damit möchte ich nicht nur auf ein Defizit hinweisen, sondern auch zu einer gerechteren Wahrnehmung beitragen. Kunst kann hier Brücken schlagen, zwischen Forschung, Gesellschaft und persönlichen Erfahrungen.
your luxury lifestyle is pigeonpoop
Sonntag 26.05.24 - Freitag 31.05.24
Selina Huss - Künstlerin
Sarah Levstock - Kuratorin
@ der Hühnerstall | Klagenfurt
Zur Verhinderung von Stresszuständen der Hühner bieten wir Zeitslots für den Besuch der Ausstellung über das Kontaktformular dieser Website oder per E-Mail an [email protected] mit Betreff „Ausstellung Hühnerstall“ an.
Wird die Reservierung bestätigt, wird auch die genaue Adresse bekannt gegeben.
Wie weit ist ein Raum ein Ausstellungsraum? Wie wird ein Raum zur Ausstellung?
Mit dem Thema des Ausstellungskonzept bei dem es um die Erforschung der Konvergenz von Reichtum, Luxus und der Präsenz von Tauben geht, wird die Geschichte und die Zusammenhänge des Wohlstandes und der Armut innerhalb einer Gesellschaft verbunden und aufgedeckt.
Der Stadt-Land Kontext hat ein anregendes Spannungsverhältnis, auf das in diesem Projekt näher eingegangen und erforscht wird. Wie der Raum zur Kunst beiträgt oder in diesem Begleitrahmen etwas wegnimmt, wird in der Aufarbeitung nach der Ausstellung zum Thema.
Interview zur Ausstellung
Blogeintrag zur Ausstellung
Das Ausstellungskonzept „your luxury lifestyle is pigeonpoop“ befasst sich mit der ökosozialen Gerechtigkeit und hinterfragt die Stellung und die Definitionen von Luxus in unserer Gesellschaft. Die Überschneidung von diesen beiden Themengebieten ist komplex und vielschichtig. „Hochwertige“ Waren und Dienstleistungen haben häufig einen beträchtlichen ökologischen Fußabdruck, da für die Herstellung, den Transport und die Instandhaltung Ressourcen benötigt werden. Darüber hinaus finden der Abbau von Rohstoffen und die Herstellungsprozesse häufig in Entwicklungsregionen statt.
Dazu kommt, dass die Aufbereitung von dieser Art Gütern häufig mit ausbeuterischen Arbeitspraktiken verbunden ist. Arbeiter in Dritte-Welt-Ländern werden oft schlecht bezahlt und müssen unter würdelosen Arbeitsbedingungen ihre Arbeit verrichten, um die Anforderungen der Luxusmärkte zu erfüllen. Dadurch werden Kreisläufe von Armut und Ungleichheit aufrechterhalten, was eine kritische Diskrepanz zwischen dem Luxuslebensstil und den Grundsätzen der sozialen Gerechtigkeit in das Bewusstsein rückt.
Die Einbeziehung der Taube in das Thema des Luxuslebensstils und ökosoziale Gerechtigkeit gibt der Diskussion eine interessante und symbolische Dimension. Tauben, die oft als allgegenwärtige Stadtbewohner betrachtet werden, stehen in einem Gegensatz zur Opulenz dieses Lebensstils aber verkörpern dennoch entscheidende Aspekte der ökosozialen Gerechtigkeit.
Fotos zur Ausstellung
Mithilfe von visuellen Stilmitteln der Produktfotografie, Skulpturen und handgemachten Schmuckstücken werden aus Objekten, die wertlos scheinen, in diesem Kontext Hühner Losung, Produkte von Luxusmarken inszeniert. Diese sollen ein Gefühl des Begehrens auslösen, die Kunstwerke um jeden Preis besitzen zu müssen. Ab diesem Punkt erscheinen jegliche P reisetiketten an Luxusgütern irrelevant. Ziel der Ausstellung ist es, Werte neu zu definieren, um einen sozialen Diskurs auf Augenhöhe zu führen, heruntergebrochen auf Tauben.
Studiofotografie
Plakate der Ausstellung
weitere Arbeiten
your luxury lifestyle is pigeonpoop
Acrylmalereien für eine Ausstellung über das komplizierte Zusammenspiel von Reichtum, Luxus, Taubenrassen und Stadtleben die zu gesellschaftlicher Dynamiken beitragen
21 x 15 cm
Pillen Kette
Pillen aus Modelliermasse, Acryl und Klarlack Kettenelemente aus Messing, Stahl und Zink.
42 x 12 cm
Boujee Brosche
Broschen aus Pailletten, Perlen und eingefassten Schmucksteinen
große Brosche 4 x 7,5 cm kleine Brosche 3 x 6,5 cm
wound or scar?
Tapestry aus Baumwollfäden, Draht und Zweigart Stramin
30 x 18 cm
Neugierig?
Als Künstlerin freue ich mich sehr über die Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu treten, die ein Interesse an meiner Arbeit haben. Ganz gleich, ob jemand Fragen oder Ideen hat oder einfach nur neugierig ist, ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Das Interesse bedeutet mir sehr viel, und ich bin bestrebt, unsere Zusammenarbeit so angenehm und aufschlussreich wie möglich zu gestalten. Du kannst dich jederzeit über das Kontaktformular bei mir melden. Ich bin gespannt auf die kommenden Gespräche und Kollaborationen!